Elektrik Umbau in meinem T4

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Elektrik Umbau in meinem T4 (mmc037)

Hallo Zusammen!

Ich möchte euch hier meinen Elektrik Umbau im Bus vorstellen. Die Ziele waren:

- Ausseneinspeisung 220V - Ladegerät zum Laden beider Batterien einzeln/zusammen oder Erhaltungsladung - 2 Steckdosen 220V jederzeit nutzbar durch einen Wechselrichter - 2 Steckdosen nutzbar wenn 220V Ausseneinspeisung angeschlossen. - Überbrückfunktion 1./2. Batterie. Bei schwacher erster Batterie kann somit gestartet werden.

Der Zentrale Einbauort und Schaltzentrale ist die Sitzkonsole Fahrer, in der auch die 2. Batterie sitzt. Einbauort für die Steckdosen ist die Multivan Wand. Auch wurde hier ein 5V USB Anschluss gesetzt, der bequem von der Bank aus zu erreichen ist.

Ich finde den Umbau sehr praktisch. Zum Laden muss ich nur noch das Kabel am Sitz anstecken, ab in die nächste Steckdose mit dem anderen Ende, Batterie auswählen, Lademodus einstellen und los geht's. Das Einspeisungskabel wurde recht lang gelassen, somit hat man auch eine ordentliche Reichweite. Säuft mir mal die Starterbatterie ab, habe ich noch die Notmöglichkeit, durch einen Schalter kurz zu Überbrücken um den Motor zu starten. Untwegs kann z. b. ein Laptop an den Steckdosen des Wechselrichters geladen werden. Im Stand mit angestecker Einspeisung stehen 2 Steckdosen zur Verfügung welche direkt am Stromnetz hängen, für alle möglichen Geräte. Die USB Steckdose ist verwendbar für z. B. eine kleine Schwanenhalslampe zum Lesen, oder, wenn man die Bank zum Bett macht, als Nachtlampe. Ebenso kann man hier alle anderen USB Geräte betreiben /Laden. Das orginal Ladekabel des Ladegeräts wurde belassen, und steht bei Mittelstellung des Wahlschalters zur Verfügung. Ich kann es unter dem Sitz hervorziehen und beliebige andere Batterien laden. Dies hat den Grund, dass das CTEK Ladegerät sehr gut ist und ich nicht auf dessen Funktionen verzichten wollte, falls ich doch mal eine andere Batterie wiederbeleben möchte o. ä..

Die Sitzkonsole und Wand wurden zum bearbeiten aus dem Fahrzeug entfernt. Angefangen mit der Sitzkonsole haben wir uns erst einen Vorstellung gemacht, wo was hinkommen soll. Man merkt schnell, dass man hier auf engstem Raum arbeitet und jeder mm wertvoll ist. Also galt es, den zu langen Wechselrichter zu verkürzen. Er wurde um 20mm gekappt. Da die zusätzlichen Kabel unter dem Teppich in die Wand geführt werden, aber bei Montage der Konsole diese auf die Kabel drückt, wurde der Boden der Konsole (auf dem die Batterie steht) etwas ausgespart. Eine Halterung für den Wechselrichter wurde gebaut und die Aufnahme dafür in der Konsole installiert. Die Batterie musste hier in Fahrtrichtung gesehen ganz nach rechts rücken. Auf der linken Seite wurde das Ladegerät (CTEK XS7000) montiert. Ebenso der Überbrückungsschalter 1./2. Batterie sowie die Einspeisungssteckdose und die Sicherung für das Ladergerät. Auch findet man hier den Wahlschalter, welche Batterie geladen werden soll. Das Ladegerät von CTEK hat viele Auswahlmodi. Man kann Batterien laden, wiederherstellen oder Erhaltungsladen. Mit dem Auswahlschalter wähle ich die zu ladende Batterie. In der Mittelstellung kann ich mit einem vorhandenen Kabel eine externe Batterie laden. Für die Erhaltungsladung sind beide Batterien koppelbar. Um eine Stromrückführung durch den Ladestrom des Generators zu verhindern, wurde die + Ladeleitung mit auf die Sicherung des Ladegerätes gelegt (3 Anschlussklemmen, 1. und 2. Phase, + Leitung) Somit ist das Gerät ausgeschaltet und die Leitung von den Batterien getrennt. Ich wollte keine Aussensteckdose montieren, die Wahl in der Sitzkonsole fand ich gut, da man aussen nichts Hässliches Kleben hat und das Kabel ist problemlos durch die Dichtung zu führen. Die komplette 220V Elektrik ist natürlich durch einen FI Schutzschalter abgesichert. Dieser befindet sich neben der Sicherung (10A) für die 220V Anlage auf der rechten Seite der Konsole. Auch auf eine mögliche Verpolung wurde bei der Sicherungswahl geachtet. Zur Verbindungsherstellung der 1. und 2. Batterie zwecks Anlassüberbrückung wurde ein Hochlastrelais gewählt. Dieses wird mit einem Schalter an der linken Seite betätigt. Als Verbindung wurde ein 36mm² Kabel direkt in der Sitzkonsole nach draussen bis vor zur 1. Batterie gezogen (Orignaler Weg der Serien Verbindung 1./2. Batterie. Jedoch sind die vorhandenen Querschnitte zu klein um den Wagen anzulassen). Auch die Masse Leitung der 2. Batterie wurde verstärkt. Wie man auf den Bildern erkennen kann, wurden alle Kabel sauber am Rand der Sitzkonsole verlegt und fixiert. So sind sie nie im Weg und können nicht scheuern. Da hier teilweise hohe Ströme laufen können war hier Sorgfalt wichtig.


In der Multivan Wand wurden die 4 Steckdosen gesetzt, der Ein/Aus Schalter für den Wechselrichter sowie eine 5V USB Steckdose. Die Dosen wurden mit einer Aluminiumplatte hinterfüttert, damit man sie auch kräftig ein- und ausstecken kann, da die Wand ja nur ein besserer Karton ist. Es ist wichtig auch solche Teile wie die Aluminiumplatten auf Erde/Masse zu setzten! Auch die Sitzkonsole wurde nochmals extra an die Masse angeschlossen. Die Kabel der Wand wurden alle ganz unten in einem Schlauch verlegt. Passte alles super rein. Die Verbindung der Wand zu Sitzkonsole erfolgte über einen speziellen Stecker. Es wurde darauf geachtet, dass sowohl die Wand, als auch die Sitzkonsole jederzeit, ohne ein Kabel abzuzwicken, wieder ausbaubar sind.

Die Beschriftungen aussen auf der Sitzkonsole wird noch vervollständigt. Von Links nach rechts sieht man: Einspeisungssteckdose, 1./2. Batterie Schalter, Ladewahlschalter, Ladergerät (darüber Sicherung)

Auf der rechten Seite von links nach rechts FI Schutzschalter, Sicherung


Der Einbau in's Fahrzeug ging recht reibungslos von statten. Als erstes wurde das 36mm² Kabel durch die Öffnung unter'm Sitz nach vorne zur Starterbatterie gezogen. Ein Kabelstrang, welcher die Elektrik der Multivan Wand mit der Sitzkonsole verbindet, wurde hergestellt, eine Halterung angefertigt und befestigt. Dann wurde die Sitzkonsole montiert und alle Kabel angeschlossen. Bevor nun die Wand wieder fest verbaut wurde gab es natürlich einen Testlauf. Wer die Wand schon mal demontiert hat, weiß, dass man das nicht gerne tut. Alle Test liefen glatt, somit ging's an die Endmontage. Nach ca 1 Stunde war wieder alles an seinem angestammten Platz. Ein letzter Test und alles war (endlich) fertig.

Als nächstes wird eine Handyfernsteuerung eingebaut. Vorsorglich wurde deshalb ein Kabel, welches die Standheizung anspricht, schon mal in die Sitzkonsole gezogen.


An dieser Stelle möchte ich meinem Vater danken, der mir mit seinem Wissen, seiner Sorgfalt und den vielen Idee zu Seite stand. Als alter Busfahrer und Bastler tat er dies natürlich mit Leidenschaft, wie man an der fertig verkabelten Sitzkonsole sehen kann. Natürlich war auch seine Material Fundgrube nicht zu verachten, am Ende war doch immer das passende Teil vorhanden! "Es gibt nichts besseres wie einen Bus" habe ich in meiner Speedster Zeit immer von ihm gehört.

Wie recht er hatte...

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grüße Martin