Italien Camping Marina di Bibbona

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Autor: Dokafun

Vorbemerkung In den Jahren 2007, 2008 und 2010 sind wir im Sommer an das Ligurische Meer, Westküste Italiens / westliche Toskana gefahren. Fahrzeug in den Jahren 2007 und 2008 war ein Mitsubishi Pajero mit langem Radstand und Dachzelt sowie ein Trigano Faltzeltanhänger. Aus diesen Urlauben ist dann die Idee entstanden, meine Doka zu bauen, in der ein Trigano Zeltaufsatz anstatt der Pritsche integriert sein sollte. Habe also in 2008 das gleiche Trigano-Modell nochmals gekauft sowie eine 95er Doka mit AAC-Motor, aber erst knapp 100.000km und dann über einen ziemlich langen Zeitraum die Doka nach meinen Vorstellungen umgebaut bzw. umbauen lassen. Fertigstellung war im Frühjahr 2009, aber eigentlich wird so ein Projekt ja nie fertig.

Auch in 2010 stellte sich wieder die Frage, was wir im Sommerurlaub machen wollen. Traditionell ist da eigentlich immer Campen angesagt, auch wenn die jungen Damen mittlerweile auch den Luxus von 5 Sterne-Hotels oder Kreuzfahrtschiffen ernsthaft in Erwägung ziehen. Ursprünglich sollte es ja erstmals nach Sardinien gehen, aber mit der Familie, mit der wir hätten zusammen fahren wollen, konnte zeitlich keine Übereinstimmung gefunden werden. Außerdem waren bei der sehr späten Buchung die Fährkosten nach Sardinien jenseits von Gut und Böse. Zur Wahl stand – wie bislang üblich – der Pajero mit Dachzelt und Zeltanhänger, die umgebaute Doka mit integriertem aufklappbaren Zelt oder die Doka plus Trigano Anhänger. Es kam, wie es kommen musste: Die Entscheidung fiel – ein wenig von mir beeinflusst – auf die T4 Doka plus Anhänger. Vorsorglich hatte ich nämlich, um ansonsten sicheren Einwendungen vorzubeugen, die Doka mit einer Klimaanlage ausgerüstet und zusätzlich nach den Erfahrungen in Norwegen noch um ein elektrisches Glasschiebehebedach von Webasto im Fonds bereichert, denn in der Doka gibt es hinten keine Schiebefenster. Daneben wurden noch die voll elektrischen Einzelrücksitze anders montiert, dass keine so steile Sitzposition mehr zu verzeichnen war, die Kinder während der Fahrt also schlafen konnten, und eine Elektrokühlbox zwischen die Sitze hinten passte sowie verlängerte Gurtpeitschen angebracht. Das hinten installierte DVD-System bekam auch noch eine Verbindung zu dem vorderen Alpine-System mit ausfahrbarem Bildschirm. Nach menschlichem Ermessen alles perfekt.

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Mit einer erneuten Tour nach Norwegen, hilfsweise nach Schweden, konnte ich mich trotz Bestechung einer stimmberechtigten Tochter nicht durchsetzen, weil die Bestechung rauskam. Als Kompromiss einigten wir uns dann auf Marina die Bibbona, Campingplatz Le Esperidi (direkt am Meer), auf dem wir schon zweimal waren, mit der Maßgabe, dass diesmal auch ein Besuch der Insel Elba von Piombino aus drin sein müsste.

Gepackt haben wir – wie immer - an den 2 Wochenenden vor dem geplanten Start, erst den Hänger, dann den Bus, völlig stressfrei und in Ruhe. Dadurch mussten wir dann nur noch die Dachbox mit den 4 Taschen und die Fressalien für die Fahrt packen. Auf Wunsch der Kinder war der Start für abends vorgesehen, die Nacht mit Stop bei einem MacDonalds oder Burger King durchfahren, um dann morgens bereits auf dem Campingplatz anzukommen und bei den wenigen freien Stellplätzen noch die Auswahl zu haben. Außerdem brauchten wir bei dem ganzen Equipment ja einen nicht gerade kleinen Stellplatz.

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Es lief wie ein Länderspiel, meine Bedenken, dass die voll beladene Doka (AAC-Motor) plus Hänger mit ihren lächerlichen 84PS überfordert sein würde, haben sich nicht bestätigt. Nur über die Alpen ist sie ein wenig in die Knie gegangen. Die Wassertemperatur war unkritisch, aber die Öltemperatur kletterte schon auf teilweise über 130 Grad. Werde ich wohl demnächst mal einen Ölkühler installieren. Außerdem habe ich es schon gemerkt, dass ich den langen 5.Gang verbaut habe, denn der unmittelbar optimale Anschluss vom 4. in den 5.Gang erforderte stets ein vorheriges Ausdrehen des 4.Ganges, was durch den Sportauspuff nicht gerade für Ruhe im Auto sorgte. Das gefällt mir auch noch nicht zu 100 Prozent. So hatte ich das ohne Hänger vorher nicht gespürt.

Also wie geplant morgens in Marina die Bibbona angekommen, Pausen rausgerechnet immerhin einen knappen 95er Schnitt mit Hänger, das ist schon in Ordnung. Bei den früheren Fahrten stellte sich das Problem sowieso nie, denn 170 Diesel PS im Pajero haben den Anhänger gar nicht spüren lassen. Im Gegenteil: Bei der letzten Rückfahrt im Jahre 2008 ist mir erst ein Kunststoff-Kotflügel des Hängers weg geflogen und dann 10 km vor Ankunft tatsächlich die Deichsel gebrochen. Hatte zuviel an Gewicht drauf gepackt, die dynamischen Lasten bei höheren Geschwindigkeiten völlig falsch eingeschätzt und bin teilweise wirklich deutlich zu schnell gefahren. Der nachfolgende Bericht fasst also die Erfahrungen und Touren aus 3 Sommerurlauben in der gleichen Region zusammen:

Anreise: Grundsätzlich stellt sich die Frage, je nach Startort der Anreise in Deutschland, an welcher Stelle die Alpen überquert werden sollen. Für die Österreicher und Schweizer stellt sich diese Frage natürlich nicht: Über den Brenner oder den San Bernardino? Beide Strecken weisen eine Länge von ca. 1.200km auf. Das Navi bevorzugt bei mir immer die Strecke über den San Bernardino, ich selbst fahre lieber die Stecke über den Brenner. Habe aber schon auf den verschiedensten Touren beides probiert und auch andere Maut oder landschaftlich optimierte Strecken. Letztere lasse ich mal als gänzlich zu zeitintensiv außer Betrachtung. Gegen die Strecke über den San Bernardino spricht eindeutig die Abzocke der Schweizer mit der Jahres-Vignette. Für den Anhänger wollen die sogar noch eine extra Vignette. Außerdem ist nahezu die gesamte Strecke durch die Schweiz an beiden Seiten eingezäunt, aus Sicherheitsgründen wie es heißt. Ich habe da eher das Gefühl, mich auf einer Transitstrecke durch den Ostblock zu bewegen, wenn auch landschaftlich etwas schöner. Ein Gefühl des Willkommenseins stellt sich jedenfalls absolut nicht ein.

Was zumindest auf der Rückfahrt für die Strecke spricht ist der Umstand, dass bis zum Erreichen des höchsten Punktes die Steigungen im Vergleich zum Brenner eher kurz und heftig, wenn auch kurvig sind, beim Brenner aber eine ellenlange zig Kilometer Steigung zu verzeichnen ist, die mit einem eher untermotorisierten und voll beladenen VW Bus strukturell an dessen Grenzen der thermischen Belastung führen, weil auch keine „Erholungsphasen“ bei der Streckenführung dabei sind. Es nervt, im Hochsommer aus Leistungsgründen die Klimaanlage ausschalten zu müssen und aus thermischen Gründen die Heizung zeitweise voll aufzudrehen. Na ja, muss jeder für sich entscheiden. Wenn man sich einmal für die Strecke entscheidet, sollte man die Rückfahrt aus Kostengründen natürlich wieder über diese Strecke wählen, sonst fängt man sich die Jahresvignetten nur für eine Strecke, was ich zweimal (!) erlebt habe und mir geschworen habe, es mir jetzt endlich zu merken und deswegen schreibe ich es hier auf!

Was sich auch bewährt hat, sind Anreisen über Nacht am Wochenende, wenn nicht gerade Schulferienbeginn in einem großen Flächenland ist. Ich bemühe mich jedenfalls, so weit dies irgend möglich ist, nicht tagsüber im Hochsommer stundenlang im Stau zu stehen. Alternativ bietet sich auch eine Zwischenübernachtung am Gardasee an, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass in der Ferienzeit die Campingplätze am Gardasee oft ausgebucht sind und bevor ich stundenlang verschiedene Campingplätze abklappere, fahre ich lieber weiter, so weit wie ich komme und stelle mich dann in den frühen Morgenstunden für ein kurzes Nickerchen auf einen Rastplatz, 1-2 Stunden reichen mir da völlig aus. Wenn möglich, kann dann auch ein Fahrerwechsel erfolgen. Aber auch das muss letztlich jeder selbst für sich entscheiden.

Campingplatz: Camping Le Esperidi in Marina die Bibbona ist ein deutlich gehobener Platz mit zahlreichen schattigen und auch ausreichend großen Standplätzen. Der Platz ist quasi zweigeteilt durch die zentrale Erschließungsstraße, die vom Eingang über die Rezeption bis hin zu dem Einkaufs- und Restaurantkomplex läuft. Daran schließen sich dann die strandnahen Stellplätze an, die aufgrund der Größe und Zugänglichkeit eher für Zeltcamper geeignet sind oder aber voll in der Sonne liegen. Für uns ist das nichts.

Links der Erschließungsstraße befinden sich in teilweise unebenem Gelände wunderbar in die Landschaft und den Bewuchs integrierte Stellplätze, die ideal für VW Busse mit Vorzelt, Beistellzelt oder ähnliches geeignet sind. Die Stellplätze selbst sind in der Regel schattig und von Bewuchs umgeben, sodass man sich wie in einer kleinen Oase fühlt. Der Weg zum Strand – keinerlei Autoverkehr, der Campingplatz grenzt direkt an den Strand – führt dann durch schön angelegte Wege am Restaurantkomplex vorbei, 2-5 min. Fußweg je nach Stellplatz.

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Rechts der Erschließungsstraße ist das Gelände überwiegend eben. Die Stellplätze befinden sich – wie in der Region häufiger anzutreffen – direkt in einem hohen Pinienwald, der eine wunderbare Atmosphäre vermittelt, jedenfalls auch im Hochsommer ohne sog. Mattendächer vollkommen ausreicht. Dort befinden sich auch etliche Dauercamper. Die Stellplätze sind allerdings nicht mehr so schön von Bewuchs umgeben, sodass man dem Nachbarn schon eher in den Kochtopf schaut. Ich bevorzuge den linken Bereich, beim letzten Mal bekamen wir aber unseren Stellplatz im rechten Bereich, der allerdings außerhalb des Pinienwaldes lag und in der Mittagshitze kaum Schatten bot. Wir haben uns mit einem großen Sonnenschirm beholfen und durch die Stellung der Zelte. War dann also auch kein Nachteil.

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Die Einkaufsmöglichkeiten auf dem Platz sind absolut ausreichend, von frischem Fisch, frischen Fleisch- und Wurstwaren bis hin zu einem mittelgroßen Lebensmittelladen und einem Campingzubehörladen ist alles vorhanden. Ebenso ist auf der Piazza eine Cafebar vorhanden, in der man morgens quasi ab Sonnenaufgang begnadete süße Stückchen und Espresso o.ä. bekommt. Abends wird von dort dann die Piazza mit Getränken und Cocktails versorgt und das alles zu moderaten Preisen. Direkt angrenzend befindet sich am dem Strand zugewandten Teil des Gebäudekomplexes das Restaurant, ein teilweise nicht gerade preiswerter „klassischer“ Italiener, den wir aber trotzdem 3-4 Mal im Urlaub aufsuchen, wenn mal keine Lust zum Kochen besteht oder wir es uns einfach auch mal gut gehen lassen wollen. Wenn man sich nicht gerade deutlich zurück hält und nach dem Essen noch ein Espresso und ein Grappa angesagt ist, berappt man mit 4 Personen (2 Erwachsene, 2 Kinder) natürlich über 100 €. Das muss man wissen. Neuerdings gibt es auch einen Pizza-Service in dem Komplex, Pizza zum Mitnehmen, preislich absolut ok.

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Aber auch die Einkaufs- und Essensmöglichkeiten außerhalb des Platzes sind zahlreich und absolut ausreichend (teilweise wirklich gut), problemlos fußläufig erreichbar. Der Ort selbst verfügt zwar über etliche Hotels, ist aber sichtlich auf die Versorgung von Campern eingerichtet, denn es gibt noch einige weitere größere Campingplätze im Ort.

Die Sanitäranlagen sind ausreichend groß, ausreichend in der Anzahl und ausreichend in der Sauberkeit, für italienische Verhältnisse sogar positiv bemerkenswert. Sicherlich muss man auch mal zum Duschen anstehen, wenn man unbedingt zu den Stoßzeiten auch gerade duschen will. Aber das kann man auch easy umgehen, nur ein wenig antizyklisch verhalten und alles ist im grünen Bereich.

Der Platz ist ebenso wie der wirklich schöne Strand ideal für Kinder aller Altersgruppen geeignet. Es gibt Strandabschnitte, die sehr flach ins Meer führen, bei anderen ist es nicht so. Selten haben wir erlebt, dass wegen zu hoher Wellen ein Badeverbot ausgesprochen wurde. Wir haben es bevorzugt, uns in den Vormittags- und späteren Nachmittagsstunden am Strand aufzuhalten und während der Mittagszeit faul im Liegestuhl auf unserem Stellplatz Siesta zu halten, zu Lesen oder zu Spielen. Aufgrund der Erfahrungen empfehle ich die Mitnahme von Luftmatratzen zum Schwimmen draußen auf dem Meer, ansonsten kann man die für kleines Geld auch auf dem Platz oder im Ort kaufen, bei einem längeren Aufenthalt auch die Mitnahme eines Klappfahrrades. Das erleichtert die notwendigen Besorgungen doch etwas. Wir haben dies immer neidvoll bei anderen gesehen und uns jetzt auch 2 Klappräder besorgt. Für Fahrradtouren außerhalb ist die Region nach meiner Meinung absolut ungeeignet, da das Fahren auf den normalen Straßen aufgrund deren geringer Breite und dem LKW-Verkehr schlichtweg zu gefährlich ist.

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Die Mitnahme von Liegestühlen hat sich auch bewährt, nicht unbedingt für den Strand, sondern in erster Linie für den Stellplatz, aber letztlich ist dies auch eine Frage des zur Verfügung stehenden Stauraumes. Mit einem VW Bus allein plus 4 Personen mit dem ganzen Equipment dürfte es jedenfalls eng werden. Im Gegensatz zu anderen Regionen ist die Mitnahme irgendwelcher Lebensmittel und Getränke wirklich nicht nötig. Das einzige, was wir aus Deutschland mitnehmen, sind ein paar Tetrapacks Eiscafe (eisgekühlt ein Hochgenuss im Liegestuhl), ein paar Dosen Thunfisch (sauteuer in Italien) und Mais in kleinen Gebinden wegen meiner Lieblingssalate sowie Gewürze und was man sonst so an Spezialitäten braucht, z.B. einen Flachmann mit Weinbrand für „Pappardelle mit Garnelen in Cognacsauce“. Bei den Italienern dort auf dem Platz haben wir zuletzt gesehen, dass die sog. Sandwichmaker dabei haben für einen schnellen Snack zwischendurch. Wir haben uns jetzt auch so ein Ding gekauft, haben das aber im Campingurlaub noch nicht eingesetzt. Zuhause ist das Teil aber voll im Einsatz. Grillen mit Holzkohle oder ähnliches ist streng verboten aus Feuerschutzgründen, ist aber auch mehr als einsichtig.

Nicht vergessen: Ein paar Dosen Ameisenpulver mitnehmen! Auf allen Campingplätzen in der Region ist Sandboden zu verzeichnen, was geradezu ideal für diverse Ameisenpopulationen ist. Es hat sich absolut bewährt, die Räder des Fahrzeuges und andere Gegenstände, die den Boden berühren, mit Ameisenpulver zu umranden. Ansonsten erlebt man vierspurige Ameisen-Autobahnen. Auf dem Platz kostet das Pulver mehr als doppelt so viel wie bei uns.

Für den seltenen Fall der Attacke einer Feuerqualle (auch die toten oder deren Nesselstränge sind gefährlich!), das mussten wir leider bei einem unserer Kinder erleben, ist die Mitnahme von Rasierschaum und Essig (altes Hausmittel, wird dort auch von Ärzten empfohlen) sehr empfehlenswert. Außerdem ist dringend zu beachten, dass nach einer Verletzung auf keinen Fall die betroffenen Stellen mit Süßwasser behandelt werden dürfen, also auf keinen Fall abwaschen oder duschen, sonst platzen die Nesseln auf und die Verletzung wird viel viel schlimmer! Das sind Verbrennungen, deren nicht kleine Narben noch nach ½ Jahr deutlich sichtbar sind.

Der Campingplatz ist in der Hochsaison relativ teuer. Kinder zählen ab 9 Jahre als Erwachsene! Wir haben daher für 1 Camper plus 4 Personen und Stellplatz (ich meine, den Anhänger mit Zelt hätten sie nicht extra berechnet) ca. 60 € pro Tag incl. Strom etc. bezahlt. Das ist für mich schon grenzwertig, aber Camping in Italien ist bekanntermaßen keine preiswerte Angelegenheit. Was man berücksichtigen muss, ist der Umstand, dass der Zugang zu dem gepflegten und ausreichend großen Strand kostenlos ist, was in Italien ja auch keine Selbstverständlichkeit ist. Eine Stellplatzreservierung ist auf dem Platz nach unseren Erfahrungen nicht möglich! Bei Ankunft nicht von dem „Completo“-Schild abschrecken lassen. Das steht da immer, meistens berechtigt, aber für einem VW Bus gibt es immer noch einen Platz mit Stromanschluss. Einfach an der Rezeption höflich fragen. Die haben noch keinen abgewiesen, der da länger als 1 oder 2 Übernachtungen bleiben wollte.

Touren: Der Standort Marina die Bibbona oder auch angrenzende Orte eignen sich hervorragend für Tagestouren, wenn man mit seinem Fahrzeug beweglich ist, dieses also so auf dem Stellplatz platziert, dass man mal eben schnell „zuklappen“ kann und vom Platz fahren kann. Abfahrt nach dem Frühstück, Rückkehr darf auch noch bis 22.00h sein, aber nur dann, wenn man einen Camper hat, in dem man auch schläft. Ansonsten ist Parken außerhalb des eigentlichen Platzes, aber innerhalb des Areals angesagt. Die Rezeption wird ziemlich straff organisiert geführt und lässt da keine Ausnahmen zu. Wir haben aber noch keine Probleme gehabt.

Ausflüge nach Pisa, Livorno, Volterra, Siena, San Gimignano, Massa Marittima, Piombino, selbst nach Florenz, Elba und Rom sind von dort aus wunderbar machbar. Viele Ausflüge werden auch durch externe Unternehmen angeboten, z.B. Florenz, Elba und Rom, die dann mit Reisebussen einige Campingplätze in der Region anfahren, die Leute einsammeln und dann zu dem Ausflugsziel fahren. Das Ganze ist richtig gut organisiert, aber mir eigentlich zu teuer. Außerdem wird viel Zeit verschenkt durch das Einsammeln und Wiederverteilen der Leute auf die einzelnen Campingplätze. Wir haben das einmal in 2007 nach Rom mitgemacht, weil ich keine Lust hatte, wieder alles selbst zu organisieren. Aber es ist wirklich kein Hexenwerk und man kann selbst seine Zeit natürlich viel besser einteilen und dort bleiben, wo man will, andererseits dort weiterfahren, wo es einem nicht so gut gefällt.

Eine Alternative bietet ernsthaft auch die Italienische Staatsbahn, mit der man wirklich preiswert z.B. nach Rom fahren kann. Überhaupt kein Problem und insbesondere mit Kindern absolut zu empfehlen. Im übrigen kann man den Ausstiegs- und den abweichenden Wiedereinstiegsbahnhof in Rom so wählen, dass man die Stadtbesichtigung mit den wesentlichen Sehenswürdigkeiten ohne unsinnige Doppelwege wunderbar planen kann, ohne dass man danach mausetot ist. Rom ist meiner Meinung nach ohnehin besser zu Fuß zu erkunden, das Auto ist eher im Weg und Parkplätze zu finden ist auch nicht so einfach. Zudem ist wie gesagt die Eisenbahn unschlagbar preiswert, ich meine ca. 10 € pro Person. Hatten wir späterhin mal im Rahmen einer Kreuzfahrt von Civitavecchia aus so gemacht (da waren es 7€) und dieses als die beste Option empfunden.