Spanien Costa Blanca

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Autor: Dokafun

Vorbemerkung

Es gibt ja noch immer einige, die sich eine Fahrt nach Spanien mit dem Auto antun, auch wenn das vom geographischen Mittelpunkt Deutschlands aus bis an die Costa Blanca immerhin knapp 2.200km sind, wohlgemerkt eine Strecke. Fährt man dann vor Ort noch ein wenig herum und schaut sich das eine oder andere Städtchen an, ist man ganz schnell bei 5.000km Fahrtstrecke, wenn man wieder zuhause angelangt ist. Wir haben das mehrfach gemacht und dies eigentlich immer ohne Zwischenübernachtung. Wir haben immer ein Ferienhaus mit Pool etwas im Hinterland gemietet und dann uns die verschiedenen Städte und Strände in der Umgebung angeschaut. Wir fanden das so am abwechslungsreichsten. Als Reisezeit haben wir den Hochsommer vermieden, sondern uns meistens über Ostern dort aufgehalten, einmal auch im Herbst. Gerade im Frühjahr ist die Blütenpracht unvergleichlich schön.

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Wettermäßig hatten wir bis auf eine Ausnahme allerdings immer Glück, die Costa Blanca ist im Frühjahr oft ein Garant für fast sommerliche Temperaturen, was man auch daran ablesen kann, dass dort das klassische Überwinterungs-"Paradies" für deutsche Rentner ist. Für mich wäre das nichts. Im Winter in jederlei Hinsicht nur tote Hose, kulturell, vom gesellschaftlichen Leben her und auch sonst. Warum soll ich mir das dann aufbürden?

Ausgangspunkt / Standort während unseres Aufenthaltes war in der Regel La Nucia im Hinterland von Benidorm oder Morraira, aber Calpe, Denia, Javea oder Alfaz del Pi biten sich dafür genauso an. Für diejenigen, die das heute auch noch planen oder mit dem Flieger nach Alicante oder Valencia fliegen und sich dann vor Ort einen Mietwagen nehmen, ist der nachfolgende Beitrag gedacht:

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Ausflug nach Benidorm

Benidorm ist das Klein-Manhattan an der spanischen Küste. Hochhäuser dominieren das Stadtbild. Benidorm besitzt weltweit (!) gemessen an der Einwohnerzahl die größte Hochhaus-Dichte, aber Statistiken sind ja geduldig. Denn wenn bei gerade einmal 70.000 Einwohnern jährlich mehrere Millionen Urlauber dort preiswerten Pauschalurlaub verbringen und die ja auch untergebracht werden wollen, spiegelt sich dies in keiner Statistik wieder. Die englischen und deutschen Touristen stellen den mit Abstand größten Prozentsatz an Urlaubern pro Jahr. Es gibt vielleicht mit Ausnahme von Mallorca kein Reiseziel in Europa, wo man so günstig in der Nebensaison mal eben hinfliegen kann. Das Hotel sollte man sich natürlich vorher via internet und den entsprechenden Votello-Bewertungen ziemlich genau in Augenschein nehmen. Und wenn man dann bereit ist, ein paar Abstriche hinzunehmen bei den Essensmanieren und dem Verhalten unseres Inselvolkes, kann man auch einen sehr erholsamen Urlaub verbringen. Tipp: Den Hotel-Pool den Engländern widerstandslos überlassen und entweder zu Fuß zum Strand oder eben mit Mietwagen/Bus einen schönen Ausflug durchführen.

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Benidorm hat zwei nennenswerte jeweils 2,5 km lange Strände, die Playa de Poniente und die Playa de Levante. Bei beiden handelt es sich um sehr schöne, breite Strände, die in der Nebensaison selbst ganztägige Aufenthalte zum Vergnügen machen und das haben wir anderswo in Spanien oder Italien eher selten erlebt. Ringsherum gibt es preiswerte Möglichkeiten zur Verköstigung tagsüber. Der Ort selbst ist in jedem Falle auch einen Besuch wert. Gute bis sehr gute Einkaufsmöglichkeiten vornehmlich in den Seitenstraßen, tolle Tapas-Bars und schöne Abend-Spaziergänge an der Strandpromenade runden das Bild positiv ab. Auch ein Besuch des Benidorm-Palace lohnt sich: Varieté ist angesagt und wirklich gut gemacht.

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Ausflug nach Javea

Javea liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen Valencia und Alicante, jeweils ca. 100km Entfernung. Der Ort ist an einer größeren Bucht zwischen dem Cap de Sant Antoni und dem Cap de la Nau angesiedelt. Es gibt kleinere Buchten, aber auch ausgedehnte Strände. Nördlich von Javea erhebt sich der 750 m hohe Hausberg Montgó, an dem sich unterhalb zahllose Ferienhäuder auch gehobeneren Standards befinden.

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Ausflug nach Villajoyosa

Der Ort - zwischen Benidorm und Alicante gelegen - ist berühmt für seine bunten Häuser. Ich bin immer wieder gerne dort. Es empfängt einen stets eine fröhliche, beschwingte stimmung. Die Menschen auf der Straße sind freundlich und begegnen einem lächelnd, im Gegensatz zu den manchmal etwas distanziert gegenüber Touristen wirkenden Einheimischen in anderen Städten. Uns ist dies immer wieder aufgefallen. Einige Eindrücke durch nachfolgende Bilder:

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Freizeitpark Terra Mitica

Terra Mítica ist ein Vergnügungspark in unmittelbarer Nähe von Benidorm mit klassischen Fahrgeschäften, Wasserrutschen, Karussells und einer nicht gerade kleinen Holzachterbahn. Es handelt sich um einen Themenpark u.a. mit den Bereichen Ägypten, Griechenland, Rom und Iberische Halbinsel, welche alle um einen in der Mitte liegenden See angeordnet sind. Wir waren schon mehrfach dort, sowohl unmittelbar in den Jahren nach Eröffnung, als auch späterhin nach überstandener Pleite des Parkes, zuletzt in 2010 im Frühjahr.

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Interessant war dabei, wie die Kinder in jeweils unterschiedlichem Alter auf den Park reagierten. Waren sie früher Feuer und Flamme und voller Entdeckungslust, konnten gar nicht genug bekommen mit der Folge, dass ein 2-Tages-Ticket gelöst werden musste, ist das heute anders. Im wesentlichen konzentriert sich das Interesse nur noch an den Fahrgeschäften mit "Kick", die ich mir selbst echt nicht mehr antun will. Ich muss ja nicht den Helden spielen, wenn mir hinterher alles weh tut. Aber es hat auch sein Gutes: Lässt man die Kinder 3x Achterbahn fahren, spart man definitiv das Mittagessen. Der Themenpark ist jedenfalls der schönste im südlichen Europa, zwar deutlich kleiner als der Europapark in Rust, aber ein Tagesbesuch lohnt sich allemal. Mit kleineren Kindern (8-12) kann man auch ein 2 Tages-Ticket nehmen, wenn man den Frust aushält, dass die Knirpse nicht jedes Fahrgeschäft mitfahren dürfen, wenn Größenbeschränkungen vorliegen (>140 cm). Aber selbst für absolute Kleinkinder gibt es geeignete Spielbereiche. Quintessenz: Wenn man ohnehin mal da ist, sollte man einen Besuch nicht verpassen. Weitere Anreisen (> 2Stunden)lohnen allerdings nicht.

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