Ligurien

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Ligurien, 3 Tage, 4 Busse, 6 Forianer

Die Anreise

Wir haben uns am 27.10.2011 in der Schweiz getroffen. 4 Busse die sich im Forum verabredet haben, 3 Tage lang das Hinterland von Finale Ligure (Italien) zu erkunden. Die Sache ins Rollen gebracht hatte Steiger (Michael und Karin), der die Gegend schon kannte. Angeschlossen haben sich dann T4Allroad (Marius), axelb (Axel) und TravelT4 (Martin). Als Beifahrer sollte später noch Riad (Riad) zu uns stoßen.

Weil wir alle zu unterschiedlichen Zeiten los gefahren sind und auch aus verschiedenen Richtungen kamen, war unser Treffpunkt der erste Ort, an dem die Routen zusammen führten: Bellinzona am Castello Di Montebello (N46°11.488 E9°01.673).

Zu diesem Treffpunkt hat uns Google gebracht, der Parkplatz ist als Womo Stellplatz ausgewiesen worden und hat sich als sehr ruhig erwiesen. War zwar nicht wirklich eben der Platz, gestört hat das aber keinen. Und nein, es gab kein Klo, Wasser oder ähnliche Einrichtungen. Also war das auch der Ort und der Zeitpunkt, an dem unsere Körpergerüche sich langsam in Richtung Wildnis bewegten...

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Am nächsten Morgen sah man erst, was da so alles um uns herum stand.


"Und wenn man schon mal da ist, kann man ja auch gleich mal "nach einem Cache suchen" dachte sich Axel und hat sich erst mal in der Feste "Castello Di Montebello" herum getrieben. Was ein Cache ist? Einige werden es kennen, das weltweite Spiel Geocaching. Die Mitspieler verstecken an öffentlich zugänglichen Orten Logbücher, meist eingepackt in irgendwelche Behältnisse (Tupperdosen etc.), und andere müssen die anhand der im Internet veröffentlichten Koordinaten finden und fügen dann (bei Erfolg) ihren Namen dem Logbuch hinzu. Das haben wir ja alle schon als Kinder gemacht; damals hieß das aber Schnitzeljagd und es wurde keine milliardenteure Militärtechnik zum Auffinden der "Schätze" benötigt. Mehr dazu auf geocaching.com, wo es eine Übersicht der auf diesem Planeten versteckten Geocache gibt (kann auch auf Deutsch übersetzt werden).

Den Cache vor der Anlage konnte er finden, der in dem Castello nicht. Als ich dann ankam, sind wir noch einmal gemeinsam los gezogen, um in den Mauern der Befestigungsanlage herum zu stochern. Und was soll ich sagen, ich hab das Teil dann tatsächlich gefunden. Der Zufall kam mir zu Hilfe, ich hab Ihn angeleutet und hinter dem lockeren Stein leuchtete die Plastiktüte, in dem die Box gewickelt war, zurück. So bin ich dann also zu meinem ersten Cache gekommen, ganz ohne vorher gewusst zu haben, wie so was eigentlich geht. Inzwischen bin ich auch ein junges Mitglied der Geocacher Gemeinde, mein Nick, natürlich TravelT4. Bei der Gelegenheit konnten wir dann auch das Castello bei Nacht besichtigen, was auch noch mal eine sehr schöne Sache war.

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Der verlorene Sohn

Wir waren ja noch nicht komplett, Riad fehlte noch. Der hatte sich schon Mittwochs, per Flugzeug über London in Richtung Genua, auf den Weg gemacht.

Sein Vorhaben war es, bei mir als Beifahrer mit zu fahren und die Nächte, endlich mal wieder, unter freiem Himmel zu verbringen. Camping wie damals zu Tramper Zeiten. Und dieses Vorhaben hatte er da schon begonnen um zu setzen.

Telefonisch hatten wir uns bereits Morgens verabredet. Es sollte ein Autobahn Rastplatz werden, der uns zusammen führte. (N44 27.360 E8 44.656)

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Allerdings wurde unsere Reisezeit dann doch etwas länger als vorher vom Navi berechnet. So mussten einige noch Tanken, die Natur forderte mehrfach ihren Tribut und letztlich bremste uns auch die Maut bezahlerei ganz gut aus. Woher soll auch ein dummer Touri wie ich wissen, dass bei den ersten Mautstationen bar bezahlt wird, dann aber nur ein Ticket gezogen werden muss. Und dann noch, das wohl das Ticket normalerweise automatisch ausgeworfen wird, nur halt bei mir nicht. Der genervte Italiener hinter mit meinte, einfach das Ticket nehmen, nur welches, da war keins. Auch drücken des Knopfes half nicht, da ich schlichtweg den Falschen gedrückt hatte. Na ja, auch ich hatte es dann irgendwann raus und den richtigen Knopf gefunden, so konnte es weiter gehen.

Riad war am verabredeten Ort und die Gruppe schließlich am Freitag Mittag vollständig.

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Strandleben im November

Als wir in Finale ankommen waren, zeigt das Thermometer mollige 20°C. Also ist klar, der erste Gang geht zum Strand.

Wie sich das für echte Kerle gehört, war natürlich auch gleich baden angesagt. Riad und ich haben es gewagt. Es war allerdings doch sehr kalt und wir konnten nur mit Mühe die örtlichen Umweltschützer davon überzeugen, das da wirklich keine Wale gestrandet sind...

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Ein Mittagessen im nächsten Strand Restaurant ließ uns dann endgültig ankommen. Italien, Sonne, Strand, warm, Essen, gibt es was schöneres?

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Die Übernachtungen

Übernachtungsplatz 1

Wir hatten in Ligurien 2 Übernachtungspunkte, auf denen wir gemeinsam 3 Nächte Verbrachten.

Der Erste Übernachtungsort (N44 15.576 E8 18.650)lag auf etwa 800 Meter Höhe und bot uns eine Feuerstelle. Totes Holz war schnell aus dem angrenzenden Wald geholt und das Feuer entfacht. Auf Holzspießen wurde das gekaufte Fleisch gegrillt, dazu Kartoffeln, Zwiebeln, Paprika, Quark, Grappa, Bier, Wein, Lachen und gute Gespräche.

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Zwischen Michael und seinem Auto zu erkennen, ein Einheimischer der seine Susi durch die Pfützen prügelt.
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Riad hat seinen Windfang aufgebaut, wir anderen verkrochen uns in der windigen Nacht zum schlafen in die Busse. Die Temperaturen vielen auf ca 5-8°C.

Morgens machte Riad noch mit den hier verbreiteten Schwarzbären Bekanntschaft. Das wilde Tier fiel Ihn quasi im Schlaf an...

War natürlich nur ein Mitbringsel von Michael...
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Übernachtungsplatz 2

Die zweite und dritte Nacht haben wir an einem niedriger gelegenen Plant (ca.500 Meter) verbracht (N44 14.677 E8 21.550) Unsere Hoffnung war es, dass der Wind nicht so stark ist und auch die Temperaturen höher. Die Temperaturen waren wirklich höher, allerdings der Wind auch. In diesen Nächten stürmte es so sehr, dass unser Dachzeltschläfer Marius und auch Riad, ganz schön viel damit zu tun bekommen haben. Der Sie umgebende Stoff entwickelte halt eine ziemlich Eigenleben.

Gesellige Runden am Feuer waren hier nicht möglich und auch nicht nötig, die hatten wir uns jeweils im Vorfeld gemacht. Wir besuchten, dreckig wie wir waren, örtliche Lokale, in denen wir super Essen für kleines Geld bekamen, und auch sehr gut von den Einheimischen aufgenommen wurden.

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Durch die ligurischen Wälder auf 4 Rädern

Insgesamt sind wir 2 Tage kreuz und quer durch verschiedenste Gelände gefahren. Kleine Wasserdurchfahrten, Waldboden, Schotter, Fels, Straße, alles war dabei. Die Schwierigkeitsgrade reichen vor Strecke machen bis schwerer. Ein dicker Ast versperrten uns den Weg, viel dünnere stellten die Dachaufbauten auf die Probe. Riad, wozu hat man auch Beifahrer, hat uns freundlicher Weise bei einer Passage den Weg frei geschlagen. Machete und Akkusäge waren gut im Einsatz. Einiges wäre auch mit 2 WD machbar gewesen, allerdings gab es dann auch wieder diese eine Stelle, die einen Zweifüßler zur Umkehr gezwungen hätten.

Durchweg war die größere Bodenfreiheit schon Pflicht und auch immer wieder die angetriebene Hinterachse.

Aber was schreib ich hier, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

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Durch die ligurischen Wälder auf 2 Rädern (von Marius "T4Allroad")

Erstmal etwas über mich:


Ich bin leidenschaftlicher Enduro Fahrer mit dem Hang zum trailartigen und extremen Enduro.

So und nun zum Thema Enduro im Hinterland von Finale Ligure:

Ich bin ja mehr mit dem Syncro gefahren als mit der Enduro aber der eine Tag an dem ich mit der Enduro unterwegs war, war genial. Schotterpisten, Wald, Singletrails und Wasserdurchfarten einfach nur klasse. Ich hätte nicht gedacht das es in Italien so unkompliziert ist Enduro zu fahren. Die Italiener treffen sich morgens vor dem Café und genießen erst mal ihren Cappuccino um dann eine Tour ins Gelände zu starten. In Deutschland eigentlich undenkbar. Man kann von soft bis hard alles haben und vom Anfänger bis zum Profi kommen alle auf ihre Kosten. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht der Gruppe voraus zu fahren und die Wege die Michael vor ein paar Jahren mit seinem Landrover schon gefahren ist auf fahrbarkeit für die Syncros zu testen. Dabei bin ich dann mehrmals auf Singletrails gekommen denn die Wege waren vom Regen weggespült worden oder so zugewachsen das man mit einem Jeep oder mit dem Syncro nicht mehr hätte fahren können mit der Enduro kein Problem. Auch ein paar Steilhänge konnte ich unter die Räder nehmen was ja mehr nach meinem Geschmack ist als die Schotterpisten. Alles in allem ein wunderschönes Wochenende das ich gerne noch mal wiederholen würde.

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Lost Places, Ligurien für Entdecker

Wir haben auf unserer Tour 2 sogenannte Lost Places gefunden. Alte Befestigungsanlagen die zur Erkunden eingeladen haben. Beide Wehranlagen waren frei zugänglich und nicht einmal mit Verbotsschilder versehen.

Lost Place 1

Anlage Nummer 1 haben wir durch einen Geocache gefunden (N44 19.971 E8 21.229). Der Cache selbst war zwar nicht so aufregend, aber er führte uns zu diesem Platz.

Durch einen kleinen Türbogen, der sich gleich neben der Straße zeigte, betraten wir eine riesige Festungsanlage. Sie zog sich über den gesamten Berg, mit langen Wehrgängen, Räumen, Falltore, Gebäuden, Treppenhäuser, Schächten.

2Stunden durchlaufen, erforschen und staunen wir.

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Lost Place 2

Der zweite zu erkundende Ort war ebenfalls eine Wehranlage. Diese haben wir eher zufällig gefunden. Sie lag neben einer Funkanlage und war doch nicht zu sehen. Erst als Axel einfach mal die steile Auffahrt zu einem Stellplatz ausprobiert hatte, wir gleich hinterher, eröffnete sich vor uns gleich der nächste verwunschene Ort (N44 19.150 E8 20.311) Das Ding war längst nicht so groß, dafür sehr viel besser befestigt. Im Prinzip wurde das Gebäude in die Bergspitze eingelassen und tarnte sich dadurch sehr gut.

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Ligurien zu anderen Jahreszeiten (von Karin und Michael "Steiger")

Finale im März

In Finale und Umgebung ist Schnee eher eine Seltenheit. Ist im Winter dennoch Schnee gefallen, ist er im März in den Wäldern auf alle Fälle noch anzutreffen.

Durch die jährlichen starken Regenfälle sind viele Wege abgerutscht, mit tiefen Gräben versehen oder auch versperrt durch abgeknickte Bäume oder Äste. Teilweise fangen die Arbeiter im Frühjahr mit den Aufräumarbeiten und Schadensbehebungen an. Die Natur beginnt zu erwachen. Dutzende Märzenbecher bahnen sich den Weg ins Freie. Der Waldboden bekommt dadurch einen weißen Teppich.

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Wettertechnisch ist von Nebel bis strahlend blauer Himmel (Sonnenschein 15°C) alles dabei. Wenn der Nebel in den Wäldern hängt, ist das fahren auf den Wegen sehr schwierig. Der Nebel löst sich nur sehr langsam auf. An optimalen Tagen ist das Erkunden ein Traum. Es sind kaum Menschen im Wald. Motorradfahrer, Fahrradfahrer, Wanderer und Pilze Sucher sind eher Mangelware.

Dadurch dass in dieser Zeit keine Ferien sind, ist selbst der Besuch am Strand und in den einzelnen Orten stressfrei möglich. Selbst ein Bus mit langen Radstand findet auf Anhieb einen Parkplatz.

Finale im Sommer

Wer das Leben und den Trubel liebt, geht im Sommer nach Finale. Angefangen von Sonnenschirmüberschwämmten Stränden, Menschenüberfluteten Städten und Strandpromenaden bis hin zu Downhillbikern, Wanderern, Motorradfahrern und Offroadfahrzeugen.

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Die Wege sind gut zu befahren. Das Wetter ist traumhaft. Dem erkunden steht nichts im Wege. Unser erster Übernachtungsplatz ist in dieser Jahreszeit sehr gut besucht von Menschen die ihrem Hobby frönen.

Sperrschilder sind in den seltensten Fällen vorhanden.


Navigation und Kommunikation

Kleine Beschreibung, was man an Technik so einsetzen kann ud vielleicht sollte.

Navigation

Wer solche Fahrten macht, der lernt schnell wie wichtig die Orientierung ist. Es ist nicht nur das Finden des Ziels sonder auch unbedingt das Wissen, ob der Weg vor einem überhaupe weiter geht.

Wir sind halt doch mit ziemlich großen Kisten unterwegs, die man nicht immer einfach mal so wenden kann. Und wenden muss man schon können, besonders mit den langen Radständen, die auch noch hinten zugebaut sind (z.B. Trapos). Rückwärts fahren ist z.B. mit meinem Auto, trotz Kamerasystem am Heck, keine Freude und kann auch sehr schnell Lebensgefährlich werden, wenn der Weg auf einer Seite senkrecht abfällt. Mal ein paar Meter zurück geht, Kilometer weise Zentimeter genau rückwärts setzten müssen, ist nicht zu empfehlen.

Wir hatten 4 verschiedene Kartentypen im Einsatz.

Das ganz normale Straßennavi hat uns in die Region gebracht. Das stößt aber sehr schnell an seine Grenzen. Es kennt einfach die Wege nicht und bietet auch sonst zu wenig Informationen.

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Die modernen normalen Navis können auch mit Topografischen Karten bestückt werden. Das bringt gleich viel mehr infonmation, wie z.B. Höhenlinien, Wanderwege (die wir oft befahren haben) und auch Landmarken wie Bäche und Seen. Zu empfehlen ist hier aber durchaus auch ein Freizeit und Outdoor Gerät mit größerem Bildschirm (z.B. Garmin Montana oder Oregon. Diese Geräte haben ein viel genaueren GPS Empfänger. Normale Navis kommen auf eine Genauigkeit bis 15-20 Meter, die oben genannten Outdoor Geräte sind bis 3 Meter genau. Ein nicht zu unterschätzender Unterschied.

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Papierkarten der Region sind sehr gut geeignet bei der Festlegung der Reiseroute. Navis oder auch Laptops bieten einfach nicht die Übersicht, wie eine ausklappbare Papierkarte. Größe zählt.


Wenn es in Gebiete geht, die von normalen Digitalkarten nicht erfasst werden, ist auch eine Papierkarte oft nicht mehr hilfreich, weil man nicht weiß, ob man wirklich auf dem verzeichneten Weg unterwegs ist. Oft sind Wege oder Straßen verzeichnet die es gar nicht gibt. Andere die es gibt, sind nicht verzeichnet. In Rumänien hatte ich Karten, die eine Höhenstraße auf den höchsten Gipfel der Karpaten gezeigt hat. In Wirklichkeit war das nur die Grenze zwischen 2 Bundesländern und mit Sicherheit nicht befahrbar. In Liguren war einmal eine Höhenlinie in Wirklichkeit ein Weg.

In solchen Fällen ist das Mittel der Wahl die TTQV Software. Sicherlich nur etwas für Leute die sich mehr mit Navigation beschäftigen wollen und auch öfter in exotischen Gegenden unterwegs sind.

Mit der TTQV können alle Arten von Karten (auch eingescante Papierkarten, Bilder aus Google Earth, Militärkarten) dargestellt werden. Zudem kann die aktuelle Position und der Track auf der Karte dargestellt werden. Sehr hilfreich wenn Wege falsch oder gar nicht eingezeichnet sind. Man bekommt wenigstens eine Ahnung, in welcher Richtung es weiter gehen könnte. TTQV bietet einfach die Möglichkeit, alles verfügbare an Kartenmaterial optimal nutzen zu können Die klassische Routenführung ist eigentlich nicht möglich. (TTQV5 kann auch Gramin NT Citynavigator mit Sprachausgabe)

Kommunikation

Wir hatten Handfunkgeräte mit und waren sehr froh, die mit zu haben. Diese sehr kleinen Handfunkgeräte (PMR-Funkgeräte) waren wirklich praktisch und haben uns sehr gut geholfen, als z.B. Marius mit dem Mopped vor gefahren ist und uns dann zum Folgen anfunken konnte. Auch eine Erkenntnis von der Tour: Weil wir verschiedene Funken hatten, von günstig bis teurer, alte und neue Geräte, konnten wir auch vergleichen. Mein Fazit: es lohnt sich wirklich, die guten für 60 € zu nehmen. Die Batterien halten länger, die Reichweite ist deutlich höher und die Sprachqualität beim hören und verstanden werden ist auch deutlich besser.

Die Alternative sind CD-Funkgeräte. Die Reichweite ist deutlich größer. Wichtig bei Autobahnfahrten, wenn man sich mal aus den Augen verliert. Allerdings müssen diese Geräte fest eingebaut werden, mit Antenne und Stromversorgung. Das ist ein gewisser Aufwand und mach die Kommunikation auch weniger mobil.

Während des Gemeinsamen "Spielens" im Wald waren die PMR Funken in jeder Situation ausreichend. Bei der Anfahrt über die Autobahn kamen die CB Funken von Axel und Michael zum Einsatz und ich musste auch einmal per Telefon angerufen werden. Den Anruf hätte man sich sparen können, hätte ich CB gehabt.